Frailea deminuta

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Frailea
Art:deminuta

Beschreibung

zwergig, flach, nur 1 cm hoch, bis 2,5 cm Ø, dunkelgrün; Rippenbei Kakteen verschmolzene → Podarien einer Geradzeile (→ Orthostiche). Besonders schön ist die Rippenbildung bei Echinocactus grusonii zu beobachten, der als Sämling noch Warzen aufweist, die später zu R. verschmelzen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Erhöhung der → Divergenzzahl und damit zur Vermehrung der Rippenzahl. Stehen die miteinander verschmelzenden Podarien nicht mehr senkrecht übereinander, sondern etwas verschoben, dann kann es zur Bildung schraubenartig gedrehter Rippen kommen, wie sie in Ausnahmefällen beobachtet werden. 17-20, senkrecht, in 0,3 cm große Warzen aufgelöst; Areolen in 0,15 cm Abstand, hellbraun befilzt; Borsteh dünn, bernsteinfarben; ca. 15 Randdornen, kammförmig strahlend; 0-2 Mitteldornen, leicht gebogen, dunkler; Blüten ca. 2 cm Ø, zitronengelb, Blütenblätter spateiförmig, mit Spitze, GriffelTeil des Stempels zwischen Fruchtknoten und Narbe. weiß mit 4 cremefarbenen Narben; Früchte hellbraun beborstet; Samenaus einer → Samenanlage hervorgegangenes Verbreitungsorgan. Bei den Kakteen existiert eine große Mannigfaltigkeit in Form und Größe der Samen. Am Aufbau des S. beteiligen sich zwei Samenschalen (Testae), der Embryo sowie Nährgewebe. Die äußere harte und die innere zarte Schale gehen aus dem äußeren bzw. inneren Integument der Samenanlage hervor. Bei den Opuntioideae tritt außerdem als Sonderbildung ein harter → Arillusmantel auf. Die Ansatzstelle des Samenstranges (Funiculus) wird als Nabel (Hilum) bezeichnet. Im Bereich des Hilums kommt es innerhalb mehrerer Entwicklungslinien zu Sonderbildungen. Durch besondere Vergrößerung des Hilums entsteht bei Astrophytum, Frailea und Trixanthocereus bloßfeldiorum die charakteristische Mützenform der Samen mit breiter Krempe. Ähnlich mützenförmige Samen sind auch bei einigen Gymnocalycium-Arten zu beobachten. In anderen Fällen treten korkige Anhänge in der Hilumregion auf (Strophiola). Bei einigen Mammillarien (Untergattung Phellosperma) können derartige Anhangsgebilde relativ große Ausmaße erreichen {Mammillaria pennispinosä). Als Nährgewebe tritt bei den Kakteen wie bei allen anderen Caryophyllales das Endosperm kaum in Erscheinung. Die Speicherfunktion wird vom → Perisperm bzw. vom Embryo selbst übernommen. mützenförmig, braunschwarz

Bedeutung

Verkleinerte F.

Autor

Buin. & Bred. 1973

Heimat

Brasilien (Rio Grande do Sul, nördlich Livramento, in ca. 340 m Höhe, auf steinigen Hügeln zwischen Gras)

Pflege

Heimatgebiet: Steppen und Gebirge. Wachstumszeit: sonnig und luftig, zeitweise ohne Glasbedeckung, Schutz vor Prallsonne (besonders bei Jungpflanzen), genügend, bei Wärme nicht zu wenig Feuchte. Ruhezeit: 8-12°C, Gebirgsarten auch darunter, andere nur kurzfristig darunter, hell und kühl, ziemlich trocken, Jungpflanzen und Veredlungen brauchen zur Erhaltung der Faserwurzeln ständig ein geringes Quantum Feuchtigkeit von unten.

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.226