Acanthocereus horridus

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Acanthocereus
Art:horridus

Beschreibung

säulenförmig, stark strauchig, Triebe scharf dreieckig oder dreiflügelig; Areolen groß, 3-6 cm entfernt; Dornenspitze, feste Pflanzenteile, entstanden durch Umwandlung von Blättern (Blattdornen), Sproßachsen (Sproßdornen) und gelegentlich auch Wurzeln (Wurzeldornen). Die «Stacheln» der Kakteen sind durch Umwandlung aus Blättern entstanden, stellen also echte Blattdornen dar. Oft werden nur Blatteile zu Dornen umgewandelt. So sind z.B. bei kakteenähnlichen sukkulenten Euphorbien die beiden Nebenblätter jedes Blattes zu D. umgebildet (z. B. Euphorbia resinifera). Viele andere Xerophyten weisen häufig Sproßdornen auf. Hier sind meist blattachsenständige Kurztriebe zu D. umgebildet (z. B. auch bei Schlehe und Weißdorn). Neuere rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen (Schell, Barthlott und Ehler: Mikromorphologie der Cactaceen-Dornen) haben gezeigt, daß die Kakteendornen vielgestaltige Oberflächenstrukturen aufweisen. Vergleichende Betrachtungen geben neue wertvolle taxonomische Hinweise. Während bei den primitiven Vertretern (Pereskioideae) noch einfache glatte D. vorherrschen, ist bei höher abgeleiteten Kakteen (z. B. Parodia) die Dornenoberfläche aus einzelnen Zellröhren aufgebaut, wobei → apikal mehr oder weniger gut ausgebildete Höcker auftreten (tuberculater Typ). Ausgehend vom tuberculaten Grundtyp lassen sich bei den höchstentwickelten Taxa weitere Entwicklungsreihen verfolgen, wobei die Apikaihöcker lang ausgezogen sein können (Mammillaria plumosa) oder völlig reduziert sind (Echinocactus grusonii). Durch Reduktion der Höcker und Auflösen der Zellwände (Pelecyphora, Epithelantha) entstehen schließlich bei Discocactus horstii auf der Dornenoberfläche hochkapillare und stark wasserabsorbierende Strukturen, welche an das → Velamen epiphytischer Orchideen erinnern und mit diesem in seiner Funktion, der Wasseraufnahme, völlig übereinstimmen. Hier kommt die besondere Funktion vieler Kakteendornen als Aufnahmeorgan für Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Tau besonders klar zum Ausdruck. anfangs bräunlich bis schwarz, 1-6 Randdornen, weniger als 1 cm lang, konisch; 1 Mitteldorn, meist sehr kräftig; Blüten 18-20 cm lang, innen weiß, außen braun oder grünlich; Früchte 3,5 cm lang, glänzend hellrot, mit weißfilzigen Areolen und hellrotem Fruchtfleisch

Bedeutung

Schrecklich (bedornter) A.

Autor

Br. & R.
Britton & RoseArray

Heimat

Guatemala, Mexiko (Oaxaca)

Pflege

Heimatgebiet: tropische Urwälder, feuchtwarmes Klima, Wachstumszeit: feuchtwarmer Stand, Ruhezeit: über 10°C, mäßig feucht. ggf. auch für Hydrokultur geeignet

Status

Name akzeptiert nach Anderson/Eggli.

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.11