Lemaireocereus hollianus siehe Pachycereus hollianus

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Lemaireocereus
Art:hollianus

Beschreibung

bis 5 m hoch, einzeln oder von der Basis her wenig verzweigend; Triebe bis 6 cm Ø, aufrecht, dunkelgrün; Rippenbei Kakteen verschmolzene → Podarien einer Geradzeile (→ Orthostiche). Besonders schön ist die Rippenbildung bei Echinocactus grusonii zu beobachten, der als Sämling noch Warzen aufweist, die später zu R. verschmelzen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Erhöhung der → Divergenzzahl und damit zur Vermehrung der Rippenzahl. Stehen die miteinander verschmelzenden Podarien nicht mehr senkrecht übereinander, sondern etwas verschoben, dann kann es zur Bildung schraubenartig gedrehter Rippen kommen, wie sie in Ausnahmefällen beobachtet werden. 8-14, scharfkantig; 8-14 Randdornen, bis 3,5 cm lang, dünn, grau; 3-5 Mitteldornen, bis 10 cm lang, basalgrundständig, am Grunde sitzend. verdickt; Blüten 10 cm lang, 3,5 cm Ø, innen elfenbeinweiß, außen braungrün, gewimpert, Röhre(Rezeptaculum, Fruchtboden) bei den Kakteen Verlängerung des den Fruchtknoten umgebenden Achsenbechers (Perikarpell) über den Fruchtknoten hinaus zu einer Röhre. Besonders gute Beispiele sind hierfür Epiphyllum hookeri, Echinopsis, Setiechinopsis. Das R. kann mit bedornten Areolen oder Schuppenblättern versehen sein. grünlich mit weißem Filz in den Schuppen sowie langen Beidornen und Haaren; Früchte 6-7 cm lang, eiförmig, Fruchtfleisch purpurn; Samenaus einer → Samenanlage hervorgegangenes Verbreitungsorgan. Bei den Kakteen existiert eine große Mannigfaltigkeit in Form und Größe der Samen. Am Aufbau des S. beteiligen sich zwei Samenschalen (Testae), der Embryo sowie Nährgewebe. Die äußere harte und die innere zarte Schale gehen aus dem äußeren bzw. inneren Integument der Samenanlage hervor. Bei den Opuntioideae tritt außerdem als Sonderbildung ein harter → Arillusmantel auf. Die Ansatzstelle des Samenstranges (Funiculus) wird als Nabel (Hilum) bezeichnet. Im Bereich des Hilums kommt es innerhalb mehrerer Entwicklungslinien zu Sonderbildungen. Durch besondere Vergrößerung des Hilums entsteht bei Astrophytum, Frailea und Trixanthocereus bloßfeldiorum die charakteristische Mützenform der Samen mit breiter Krempe. Ähnlich mützenförmige Samen sind auch bei einigen Gymnocalycium-Arten zu beobachten. In anderen Fällen treten korkige Anhänge in der Hilumregion auf (Strophiola). Bei einigen Mammillarien (Untergattung Phellosperma) können derartige Anhangsgebilde relativ große Ausmaße erreichen {Mammillaria pennispinosä). Als Nährgewebe tritt bei den Kakteen wie bei allen anderen Caryophyllales das Endosperm kaum in Erscheinung. Die Speicherfunktion wird vom → Perisperm bzw. vom Embryo selbst übernommen. 0,2 bis 0,3 cm groß, glänzend schwarz

Heimat

Mexiko (Puebla, bei Tehuacan)

Pflege

Heimatgebiet: Warme Steppe Wachstumszeit: sonniger, möglichst freier aber warmer Stand, meist etwas Nässeempfindlich. Ruhezeit: mindestens 5°C, trocken.

weitere Informationen

ähnelt sehr Pachycereus pecten-aboriginum; Arten ungewisser Einordnung, bisher bei L., vielleicht aber zu Ritterocereus gehörend: L. longispinus - L. martinezii - L. montanus - L. quevedonis - L. schumannii.

Synonym

syn. Pachycereus hollianus (Web.) Buxb.

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.320