Mitrocereus ruficeps siehe Neobuxbaumia macrocephala

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Mitrocereus
Art:ruficeps

Beschreibung

riesig, bis 15 m hoch, Stamm bis 40 cm ø, Triebe ab 2 m Höhe, gerade, aufrecht; Rippenbei Kakteen verschmolzene → Podarien einer Geradzeile (→ Orthostiche). Besonders schön ist die Rippenbildung bei Echinocactus grusonii zu beobachten, der als Sämling noch Warzen aufweist, die später zu R. verschmelzen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Erhöhung der → Divergenzzahl und damit zur Vermehrung der Rippenzahl. Stehen die miteinander verschmelzenden Podarien nicht mehr senkrecht übereinander, sondern etwas verschoben, dann kann es zur Bildung schraubenartig gedrehter Rippen kommen, wie sie in Ausnahmefällen beobachtet werden. 26; Dornenspitze, feste Pflanzenteile, entstanden durch Umwandlung von Blättern (Blattdornen), Sproßachsen (Sproßdornen) und gelegentlich auch Wurzeln (Wurzeldornen). Die «Stacheln» der Kakteen sind durch Umwandlung aus Blättern entstanden, stellen also echte Blattdornen dar. Oft werden nur Blatteile zu Dornen umgewandelt. So sind z.B. bei kakteenähnlichen sukkulenten Euphorbien die beiden Nebenblätter jedes Blattes zu D. umgebildet (z. B. Euphorbia resinifera). Viele andere Xerophyten weisen häufig Sproßdornen auf. Hier sind meist blattachsenständige Kurztriebe zu D. umgebildet (z. B. auch bei Schlehe und Weißdorn). Neuere rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen (Schell, Barthlott und Ehler: Mikromorphologie der Cactaceen-Dornen) haben gezeigt, daß die Kakteendornen vielgestaltige Oberflächenstrukturen aufweisen. Vergleichende Betrachtungen geben neue wertvolle taxonomische Hinweise. Während bei den primitiven Vertretern (Pereskioideae) noch einfache glatte D. vorherrschen, ist bei höher abgeleiteten Kakteen (z. B. Parodia) die Dornenoberfläche aus einzelnen Zellröhren aufgebaut, wobei → apikal mehr oder weniger gut ausgebildete Höcker auftreten (tuberculater Typ). Ausgehend vom tuberculaten Grundtyp lassen sich bei den höchstentwickelten Taxa weitere Entwicklungsreihen verfolgen, wobei die Apikaihöcker lang ausgezogen sein können (Mammillaria plumosa) oder völlig reduziert sind (Echinocactus grusonii). Durch Reduktion der Höcker und Auflösen der Zellwände (Pelecyphora, Epithelantha) entstehen schließlich bei Discocactus horstii auf der Dornenoberfläche hochkapillare und stark wasserabsorbierende Strukturen, welche an das → Velamen epiphytischer Orchideen erinnern und mit diesem in seiner Funktion, der Wasseraufnahme, völlig übereinstimmen. Hier kommt die besondere Funktion vieler Kakteendornen als Aufnahmeorgan für Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Tau besonders klar zum Ausdruck. anfangs rot, bei blühbaren Pflanzen zum Scheitel hin sehr zahlreich, dünn, bis 8 cm lang; sonst 8-10 Randdornen, bis 1 cm lang, gerade; 1-2 Mitteldornen, waagerecht spreizend, herabgebogen, 1 davon bis 5 cm lang, kräftiger; blühbare Triebe mit dichtem, wollfilzigem Scheitelschopf; Knospen dick, aus dem Schopf; Blüten außen rötlichgrün, Röhre(Rezeptaculum, Fruchtboden) bei den Kakteen Verlängerung des den Fruchtknoten umgebenden Achsenbechers (Perikarpell) über den Fruchtknoten hinaus zu einer Röhre. Besonders gute Beispiele sind hierfür Epiphyllum hookeri, Echinopsis, Setiechinopsis. Das R. kann mit bedornten Areolen oder Schuppenblättern versehen sein. nur 3 cm lang, Sepalen rötlich, Petalen 5 cm lang, rosaweiß; Früchte befilzt und beborstet

Autor

Buxb. (Web.)
Franz Buxbaum(Autorenname), geboren 1900, gestorben 1979; Prof. in Judenburg, Österreich; bekannter Kakteenautor, der sich über Jahrzehnte mit großer Gründlichkeit der Morphologie der Kakteen widmete. Die exakten und mit detaillierten Zeichnungen versehenen Einzeluntersuchungen, die in zahlreichen Publikationen ihren Niederschlag fanden, bildeten die Grundlage für neue Erkenntnisse innerhalb der Kakteensystematik. Dabei sind die von ihm angewandten wissenschaftlichen Methoden bei der Beurteilung der Einordnung der Arten bzw. Gattungen innerhalb des Systems grundlegend und richtungweisend. Mit exakter Analyse des Baues des Samens führte Buxbaum ein bisher vernachlässigtes Merkmal in die phylogenetische Forschung ein. Nach seiner Auffassung «ist die phylogenetische Wertigkeit dieses Merkmals besonders groß, da die Samenanlagen schon in sehr frühen Entwicklungsstadien der Blüte angelegt werden und die Samen im Inneren völlig vor Umwelteinflüssen geschützt sind». Besondere Beachtung schenkte F. Buxbaum der Morphologie der Kakteenblüte. Er führte durch vergleichende Untersuchungen den Beweis, daß die Kakteen innerhalb der Centrospermales einzuordnen sind. In den Kermesbeerengewächsen (Phytolaccaceen), bei denen es sich um ursprünglich gebliebene Angehörige der Centrospermales handelt, fand er Vorläufer des Kakteenhabitus. Neben seinen vielen Veröffentlichungen und dem 1959 erschienenen Buch «Kakteenpflege - biologisch richtig» ist F. B. den Kakteenfreunden auch als erster Mitherausgeber des Tafelwerkes «Die Kakteen» von H. Krainz (1954-1974) bekannt.
Friedrich Weber(Autorenname), geboren 1900, gestorben 1979; Prof. in Judenburg, Österreich; bekannter Kakteenautor, der sich über Jahrzehnte mit großer Gründlichkeit der Morphologie der Kakteen widmete. Die exakten und mit detaillierten Zeichnungen versehenen Einzeluntersuchungen, die in zahlreichen Publikationen ihren Niederschlag fanden, bildeten die Grundlage für neue Erkenntnisse innerhalb der Kakteensystematik. Dabei sind die von ihm angewandten wissenschaftlichen Methoden bei der Beurteilung der Einordnung der Arten bzw. Gattungen innerhalb des Systems grundlegend und richtungweisend. Mit exakter Analyse des Baues des Samens führte Buxbaum ein bisher vernachlässigtes Merkmal in die phylogenetische Forschung ein. Nach seiner Auffassung «ist die phylogenetische Wertigkeit dieses Merkmals besonders groß, da die Samenanlagen schon in sehr frühen Entwicklungsstadien der Blüte angelegt werden und die Samen im Inneren völlig vor Umwelteinflüssen geschützt sind». Besondere Beachtung schenkte F. Buxbaum der Morphologie der Kakteenblüte. Er führte durch vergleichende Untersuchungen den Beweis, daß die Kakteen innerhalb der Centrospermales einzuordnen sind. In den Kermesbeerengewächsen (Phytolaccaceen), bei denen es sich um ursprünglich gebliebene Angehörige der Centrospermales handelt, fand er Vorläufer des Kakteenhabitus. Neben seinen vielen Veröffentlichungen und dem 1959 erschienenen Buch «Kakteenpflege - biologisch richtig» ist F. B. den Kakteenfreunden auch als erster Mitherausgeber des Tafelwerkes «Die Kakteen» von H. Krainz (1954-1974) bekannt.

Heimat

Mexiko (Puebla bis Tehuacan)

Pflege

Heimatgebiet: Warme Steppe Wachstumszeit: sonniger, möglichst freier aber warmer Stand, meist etwas Nässeempfindlich. Ruhezeit: mindestens 5°C, trocken.

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.474