Neochilenia mitis

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Neochilenia
Art:mitis

Beschreibung

kugelig, ca. 3,5 cm ø, bräunlich bis graugrün, mit Wurzelrübe; Rippenbei Kakteen verschmolzene → Podarien einer Geradzeile (→ Orthostiche). Besonders schön ist die Rippenbildung bei Echinocactus grusonii zu beobachten, der als Sämling noch Warzen aufweist, die später zu R. verschmelzen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Erhöhung der → Divergenzzahl und damit zur Vermehrung der Rippenzahl. Stehen die miteinander verschmelzenden Podarien nicht mehr senkrecht übereinander, sondern etwas verschoben, dann kann es zur Bildung schraubenartig gedrehter Rippen kommen, wie sie in Ausnahmefällen beobachtet werden. in niedrige, wellig getrennte Flächen (nicht warzig) gestellt; Areolen schwach filzig; 6-8 Dornen, nur 0,1 bis 0,13 cm lang, strahlend, angepreßt; Knospen grün; Blüten 4 cm ø, weiß bis rosa, nach Ritt, karmin bis bräunlich, stark weiß behaart, dünn beborstet; Früchte rot; Samenaus einer → Samenanlage hervorgegangenes Verbreitungsorgan. Bei den Kakteen existiert eine große Mannigfaltigkeit in Form und Größe der Samen. Am Aufbau des S. beteiligen sich zwei Samenschalen (Testae), der Embryo sowie Nährgewebe. Die äußere harte und die innere zarte Schale gehen aus dem äußeren bzw. inneren Integument der Samenanlage hervor. Bei den Opuntioideae tritt außerdem als Sonderbildung ein harter → Arillusmantel auf. Die Ansatzstelle des Samenstranges (Funiculus) wird als Nabel (Hilum) bezeichnet. Im Bereich des Hilums kommt es innerhalb mehrerer Entwicklungslinien zu Sonderbildungen. Durch besondere Vergrößerung des Hilums entsteht bei Astrophytum, Frailea und Trixanthocereus bloßfeldiorum die charakteristische Mützenform der Samen mit breiter Krempe. Ähnlich mützenförmige Samen sind auch bei einigen Gymnocalycium-Arten zu beobachten. In anderen Fällen treten korkige Anhänge in der Hilumregion auf (Strophiola). Bei einigen Mammillarien (Untergattung Phellosperma) können derartige Anhangsgebilde relativ große Ausmaße erreichen {Mammillaria pennispinosä). Als Nährgewebe tritt bei den Kakteen wie bei allen anderen Caryophyllales das Endosperm kaum in Erscheinung. Die Speicherfunktion wird vom → Perisperm bzw. vom Embryo selbst übernommen. dunkel

Bedeutung

Mild (schmeckende) N.

Autor

Backbg. (Phil.)
Curt Backeberggeb. 1894 in Lüneburg, bekannter Kakteenautor, -Schriftsteller und -sammler, der beginnend 1929 sieben Forschungs- und Sammelreisen in die Kakteengebiete Amerikas unternahm, mehrere für Kakteen-HAAGE, Erfurt. Eine große Anzahl neuer Arten wurde von ihm entdeckt und beschrieben. Von seinen Werken ist die Schilderung der Sammelreisen «Stachlige Wildnis» besonders bekannt geworden. Das Buch enthält außer vielem botanisch Interessantem und Neuem auch gute Beschreibungen von Land und Leuten. Als ein Vorläufer davon erschien schon 1929 «Kakteenjagd zwischen Texas und Patagonien». Ab 1934 gab er in laufenden Lieferungen die dreisprachigen «Blätter für Kakteenforschung» heraus, die leider durch den Krieg abgebrochen wurden. Die Blätter stellen eine Fortentwicklung des Systems von Britton & Rose dar, für das sich damals in Europa noch wenige einsetzten, erbittert bekämpft von den Anhängern des Schumannschen Systems. Seine spätere Tätigkeit in Cap Ferrat (Sammlung Marnier) gab ihm gute Gelegenheit zu weiteren Forschungen an den vorher in der Wildnis beobachteten Kakteen. Nach der geographischen Arealkunde stellte er ein System der Kakteen auf, wobei er alten Gedankengängen Schumanns folgte, sie aber - dank eigener Anschauung auf seinen Reisen - bald weit überflügeln konnte. So entstand in den Jahren 1958 bis 1961 die große, sechsbändige Monographie aller derzeit bekannten Kakteenarten unter dem Titel: «Die Cactaceae», seit Britton und Roses «The Cactaceae» (1923) die erste vollständige Kakteen-Gesamtbeschreibung. Kurz nach seinem Tode erschien «Das Kakteen-Lexikon», eine ausführliche Übersicht über die bis dahin beschriebenen Arten mit vielen Bildern und Farbbildern, ein zusammenfassender Abschluß eines immens großen Lebenswerkes, das vor ihm kein einzelner jemals bewältigen konnte.
Federico Amandus Philippigeb. 1894 in Lüneburg, bekannter Kakteenautor, -Schriftsteller und -sammler, der beginnend 1929 sieben Forschungs- und Sammelreisen in die Kakteengebiete Amerikas unternahm, mehrere für Kakteen-HAAGE, Erfurt. Eine große Anzahl neuer Arten wurde von ihm entdeckt und beschrieben. Von seinen Werken ist die Schilderung der Sammelreisen «Stachlige Wildnis» besonders bekannt geworden. Das Buch enthält außer vielem botanisch Interessantem und Neuem auch gute Beschreibungen von Land und Leuten. Als ein Vorläufer davon erschien schon 1929 «Kakteenjagd zwischen Texas und Patagonien». Ab 1934 gab er in laufenden Lieferungen die dreisprachigen «Blätter für Kakteenforschung» heraus, die leider durch den Krieg abgebrochen wurden. Die Blätter stellen eine Fortentwicklung des Systems von Britton & Rose dar, für das sich damals in Europa noch wenige einsetzten, erbittert bekämpft von den Anhängern des Schumannschen Systems. Seine spätere Tätigkeit in Cap Ferrat (Sammlung Marnier) gab ihm gute Gelegenheit zu weiteren Forschungen an den vorher in der Wildnis beobachteten Kakteen. Nach der geographischen Arealkunde stellte er ein System der Kakteen auf, wobei er alten Gedankengängen Schumanns folgte, sie aber - dank eigener Anschauung auf seinen Reisen - bald weit überflügeln konnte. So entstand in den Jahren 1958 bis 1961 die große, sechsbändige Monographie aller derzeit bekannten Kakteenarten unter dem Titel: «Die Cactaceae», seit Britton und Roses «The Cactaceae» (1923) die erste vollständige Kakteen-Gesamtbeschreibung. Kurz nach seinem Tode erschien «Das Kakteen-Lexikon», eine ausführliche Übersicht über die bis dahin beschriebenen Arten mit vielen Bildern und Farbbildern, ein zusammenfassender Abschluß eines immens großen Lebenswerkes, das vor ihm kein einzelner jemals bewältigen konnte.

Heimat

Chile (Dept. Copiapo)

Pflege

Heimatgebiet: Gebirge, Hochgebirge. Wachstumszeit: sonniger, freier Stand, kaum nässeempfindlich. Ruhezeit: mindestens 3°C, möglichst nicht über 20°C, trocken, hell, luftig.

Synonym

syn. Thelocephala mitis (Phil.) Ito|syn. Chileorebutia mitis Ritt.

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.491