Uebelmannia pectinifera

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Uebelmannia
Art:pectinifera

Beschreibung

kugelig, später zylindrisch, bis 50 cm hoch, 15 cm Ø, dunkel rotbraun, grau wachsartig überzogen, Scheitel wollig befilzt; Rippenbei Kakteen verschmolzene → Podarien einer Geradzeile (→ Orthostiche). Besonders schön ist die Rippenbildung bei Echinocactus grusonii zu beobachten, der als Sämling noch Warzen aufweist, die später zu R. verschmelzen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Erhöhung der → Divergenzzahl und damit zur Vermehrung der Rippenzahl. Stehen die miteinander verschmelzenden Podarien nicht mehr senkrecht übereinander, sondern etwas verschoben, dann kann es zur Bildung schraubenartig gedrehter Rippen kommen, wie sie in Ausnahmefällen beobachtet werden. 15-18, 1,2 cm hoch, bis 2 cm Abstand; Dornen 1,2-1,5 cm lang, helmbuschartig aufrecht stehend, dunkelbraun bis schwarz, später grau, Spitzen schwarz; Blüten 1,6 cm lang, grünlichgelb, Röhre(Rezeptaculum, Fruchtboden) bei den Kakteen Verlängerung des den Fruchtknoten umgebenden Achsenbechers (Perikarpell) über den Fruchtknoten hinaus zu einer Röhre. Besonders gute Beispiele sind hierfür Epiphyllum hookeri, Echinopsis, Setiechinopsis. Das R. kann mit bedornten Areolen oder Schuppenblättern versehen sein. rötlich beschuppt, weiß wollig behaart, GriffelTeil des Stempels zwischen Fruchtknoten und Narbe. mit 4 Narben; Früchte weichfleischig, hell violettrot; Samenaus einer → Samenanlage hervorgegangenes Verbreitungsorgan. Bei den Kakteen existiert eine große Mannigfaltigkeit in Form und Größe der Samen. Am Aufbau des S. beteiligen sich zwei Samenschalen (Testae), der Embryo sowie Nährgewebe. Die äußere harte und die innere zarte Schale gehen aus dem äußeren bzw. inneren Integument der Samenanlage hervor. Bei den Opuntioideae tritt außerdem als Sonderbildung ein harter → Arillusmantel auf. Die Ansatzstelle des Samenstranges (Funiculus) wird als Nabel (Hilum) bezeichnet. Im Bereich des Hilums kommt es innerhalb mehrerer Entwicklungslinien zu Sonderbildungen. Durch besondere Vergrößerung des Hilums entsteht bei Astrophytum, Frailea und Trixanthocereus bloßfeldiorum die charakteristische Mützenform der Samen mit breiter Krempe. Ähnlich mützenförmige Samen sind auch bei einigen Gymnocalycium-Arten zu beobachten. In anderen Fällen treten korkige Anhänge in der Hilumregion auf (Strophiola). Bei einigen Mammillarien (Untergattung Phellosperma) können derartige Anhangsgebilde relativ große Ausmaße erreichen {Mammillaria pennispinosä). Als Nährgewebe tritt bei den Kakteen wie bei allen anderen Caryophyllales das Endosperm kaum in Erscheinung. Die Speicherfunktion wird vom → Perisperm bzw. vom Embryo selbst übernommen. 9-10, ? Hilum abgeflacht, ? Testa rötlichbraun, mit kleinen gewölbten Zellen

Bedeutung

Kammartige Dornen tragende U.

Heimat

Brasilien (Minas Gerais, in 1000 m Höhe, auf weißem Quarzsand)

Synonyme

Uebelmannia ammotropha
Uebelmannia elegans
Uebelmannia pectinifera var. multicostata
Uebelmannia pectinifera var. pseudopectinifera

Pflege

Heimatgebiet: Küsten- bis Gebirgsgegenden und Nebelzonen. Wachstumszeit: hell, im Sommer halb- bis vollsonnig, Herbst bis Frühjahr vollsonnig, ausreichend Feuchtigkeit und Wärme bei reichlicher Lüftung. Ruhezeit: nicht unter 10°C, hell, lufttrocken, warm. Pfropfung zum Teil zu empfehlen.

weitere Informationen

bei pH 5; 1966 von L. Horst und Dr. G. Baumhardt entdeckt.

Status

Name akzeptiert nach Anderson/Eggli.

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.721