Echinopsis siehe Echinopsis huascha

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Echinopsis

Beschreibung

kugelig, später säulig verlängert, sprossend; Rippenbei Kakteen verschmolzene → Podarien einer Geradzeile (→ Orthostiche). Besonders schön ist die Rippenbildung bei Echinocactus grusonii zu beobachten, der als Sämling noch Warzen aufweist, die später zu R. verschmelzen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Erhöhung der → Divergenzzahl und damit zur Vermehrung der Rippenzahl. Stehen die miteinander verschmelzenden Podarien nicht mehr senkrecht übereinander, sondern etwas verschoben, dann kann es zur Bildung schraubenartig gedrehter Rippen kommen, wie sie in Ausnahmefällen beobachtet werden. ca. 8-10 oder mehr, gerade; Dornenspitze, feste Pflanzenteile, entstanden durch Umwandlung von Blättern (Blattdornen), Sproßachsen (Sproßdornen) und gelegentlich auch Wurzeln (Wurzeldornen). Die «Stacheln» der Kakteen sind durch Umwandlung aus Blättern entstanden, stellen also echte Blattdornen dar. Oft werden nur Blatteile zu Dornen umgewandelt. So sind z.B. bei kakteenähnlichen sukkulenten Euphorbien die beiden Nebenblätter jedes Blattes zu D. umgebildet (z. B. Euphorbia resinifera). Viele andere Xerophyten weisen häufig Sproßdornen auf. Hier sind meist blattachsenständige Kurztriebe zu D. umgebildet (z. B. auch bei Schlehe und Weißdorn). Neuere rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen (Schell, Barthlott und Ehler: Mikromorphologie der Cactaceen-Dornen) haben gezeigt, daß die Kakteendornen vielgestaltige Oberflächenstrukturen aufweisen. Vergleichende Betrachtungen geben neue wertvolle taxonomische Hinweise. Während bei den primitiven Vertretern (Pereskioideae) noch einfache glatte D. vorherrschen, ist bei höher abgeleiteten Kakteen (z. B. Parodia) die Dornenoberfläche aus einzelnen Zellröhren aufgebaut, wobei → apikal mehr oder weniger gut ausgebildete Höcker auftreten (tuberculater Typ). Ausgehend vom tuberculaten Grundtyp lassen sich bei den höchstentwickelten Taxa weitere Entwicklungsreihen verfolgen, wobei die Apikaihöcker lang ausgezogen sein können (Mammillaria plumosa) oder völlig reduziert sind (Echinocactus grusonii). Durch Reduktion der Höcker und Auflösen der Zellwände (Pelecyphora, Epithelantha) entstehen schließlich bei Discocactus horstii auf der Dornenoberfläche hochkapillare und stark wasserabsorbierende Strukturen, welche an das → Velamen epiphytischer Orchideen erinnern und mit diesem in seiner Funktion, der Wasseraufnahme, völlig übereinstimmen. Hier kommt die besondere Funktion vieler Kakteendornen als Aufnahmeorgan für Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Tau besonders klar zum Ausdruck. unterschiedlich an Zahl und in Länge; Blüten bis 20 cm lang, trichterförmig; Früchte einige cm lang, längs aufreißend; Samenaus einer → Samenanlage hervorgegangenes Verbreitungsorgan. Bei den Kakteen existiert eine große Mannigfaltigkeit in Form und Größe der Samen. Am Aufbau des S. beteiligen sich zwei Samenschalen (Testae), der Embryo sowie Nährgewebe. Die äußere harte und die innere zarte Schale gehen aus dem äußeren bzw. inneren Integument der Samenanlage hervor. Bei den Opuntioideae tritt außerdem als Sonderbildung ein harter → Arillusmantel auf. Die Ansatzstelle des Samenstranges (Funiculus) wird als Nabel (Hilum) bezeichnet. Im Bereich des Hilums kommt es innerhalb mehrerer Entwicklungslinien zu Sonderbildungen. Durch besondere Vergrößerung des Hilums entsteht bei Astrophytum, Frailea und Trixanthocereus bloßfeldiorum die charakteristische Mützenform der Samen mit breiter Krempe. Ähnlich mützenförmige Samen sind auch bei einigen Gymnocalycium-Arten zu beobachten. In anderen Fällen treten korkige Anhänge in der Hilumregion auf (Strophiola). Bei einigen Mammillarien (Untergattung Phellosperma) können derartige Anhangsgebilde relativ große Ausmaße erreichen {Mammillaria pennispinosä). Als Nährgewebe tritt bei den Kakteen wie bei allen anderen Caryophyllales das Endosperm kaum in Erscheinung. Die Speicherfunktion wird vom → Perisperm bzw. vom Embryo selbst übernommen. schwärzlich mit rundlichem ? Hilum

Bedeutung

Igelähnlicher Kaktus

Heimat

Südamerika

Synonyme

Acantholobivia
Chamaecereus
Helianthocereus
Hymenorebutia
Leucostele
Lobivia
Lobiviopsis
Mesechinopsis
Pseudolobivia
Rebulobivia
Reicheocactus
Seti-Echinopsis
Soehrensia
Trichocereus

Pflege

Heimatgebiet: Steppen und Gebirge. Wachstumszeit: sonnig und luftig, zeitweise ohne Glasbedeckung, Schutz vor Prallsonne (besonders bei Jungpflanzen), genügend, bei Wärme nicht zu wenig Feuchte. Ruhezeit: 8-12°C, Gebirgsarten auch darunter, andere nur kurzfristig darunter, hell und kühl, ziemlich trocken, Jungpflanzen und Veredlungen brauchen zur Erhaltung der Faserwurzeln ständig ein geringes Quantum Feuchtigkeit von unten.

weitere Informationen

braucht kräftige Ernährung, evtl. Düngung, Sommerstand zum Teil an frischer Luft ohne Glasbedeckung Vermehrung durch Aussaat und Ableger. Im vorigen Jahrhundert rechneten auch Rebutien, Lobivien und einige Trichocereen zu E. Dr. H. Friedrich berücksichtigte bei neuen Forschungen nicht nur wie bisher den äußeren Bau, er verglich rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen der Samen und fand neue systematisch wichtige Zusammenhänge. Danach gehören die Gattung Pseudolobivia und einige neuere Lobivienarten zu E. Hinzu kommen die 1975 aus Acanthocalycium, Helianthocereus, Leucostele, Lobivia, Soehrensia und Trichocereus umkombinierten Arten und deren Varietäten. antezanae atacamensis aurantiaca bertramiana brevispina camarguensis canaconensis candicans und var. cephalomacrostibas chalaensis chiloensis und var. coquimbana courantii cuzcoensis deserticola escayachensis friedrichii fulvilana glauca glaucina grandis herzogiana huascha und var. ingens knuthiana lagenaeformis litoralis macrogona manguinii narvaecensis nigripilis orurensis und var. pachanoi poco und var. puquiensis purpureopilosa randallii rivierei rowleyi rubinghiana santaensis santiaguensis schoenii skottsbergii und var. spachiana strigosa tacaquirensis taquimbalensis und var. taratensis tarijensis tarmaensis terscheckii und var. thelegona thelegonoides trichosa tulhuayacensis tunariensis uyupampensis volliana und var. werdermanniana

Status

Name akzeptiert nach Anderson/Eggli.

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.168