Echinofossulocactus siehe Stenocactus

Wissenschaftliche Klassifikation

Reich:Plantae
(unranked):Angiosperms
Ordnung:Caryophyllales (Nelkenartige)
Familie:Cactaceae
Unterfamilie:Cactaceae
Tribus:Cacteae
Gattung:Echinofossulocactus

Beschreibung

Lamellenkaktus, kugelig-keulig; Rippenbei Kakteen verschmolzene → Podarien einer Geradzeile (→ Orthostiche). Besonders schön ist die Rippenbildung bei Echinocactus grusonii zu beobachten, der als Sämling noch Warzen aufweist, die später zu R. verschmelzen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Erhöhung der → Divergenzzahl und damit zur Vermehrung der Rippenzahl. Stehen die miteinander verschmelzenden Podarien nicht mehr senkrecht übereinander, sondern etwas verschoben, dann kann es zur Bildung schraubenartig gedrehter Rippen kommen, wie sie in Ausnahmefällen beobachtet werden. zahlreich, an alten Stücken über 100, lamellenartig; Dornenanzahl, -farbe, -form und -länge sehr verschieden; Blüten scheitelnah, mittelgroß bis klein, weiß, violett oder rot getönt, auch gestreift, erscheinen schon im zeitigen Frühjahr; Früchte trocken, Samenaus einer → Samenanlage hervorgegangenes Verbreitungsorgan. Bei den Kakteen existiert eine große Mannigfaltigkeit in Form und Größe der Samen. Am Aufbau des S. beteiligen sich zwei Samenschalen (Testae), der Embryo sowie Nährgewebe. Die äußere harte und die innere zarte Schale gehen aus dem äußeren bzw. inneren Integument der Samenanlage hervor. Bei den Opuntioideae tritt außerdem als Sonderbildung ein harter → Arillusmantel auf. Die Ansatzstelle des Samenstranges (Funiculus) wird als Nabel (Hilum) bezeichnet. Im Bereich des Hilums kommt es innerhalb mehrerer Entwicklungslinien zu Sonderbildungen. Durch besondere Vergrößerung des Hilums entsteht bei Astrophytum, Frailea und Trixanthocereus bloßfeldiorum die charakteristische Mützenform der Samen mit breiter Krempe. Ähnlich mützenförmige Samen sind auch bei einigen Gymnocalycium-Arten zu beobachten. In anderen Fällen treten korkige Anhänge in der Hilumregion auf (Strophiola). Bei einigen Mammillarien (Untergattung Phellosperma) können derartige Anhangsgebilde relativ große Ausmaße erreichen {Mammillaria pennispinosä). Als Nährgewebe tritt bei den Kakteen wie bei allen anderen Caryophyllales das Endosperm kaum in Erscheinung. Die Speicherfunktion wird vom → Perisperm bzw. vom Embryo selbst übernommen. wenige

Bedeutung

Kleinfurchenkaktus

Autor

Lawr. 1841

Heimat

Nord- und Mittelmexiko

Pflege

Heimatgebiet: sehr warme Steppen. Wachstumszeit: sonnig, warm, nässeempfindlich. Ruhezeit: mindestens 8°C, trocken bis schwach feucht.

weitere Informationen

im Sommer reichlich bewässern, auch im Winter nicht austrocknen lassen, lieben viel Sonne, im Winter kein außergewöhnlich warmer Standort nötig Vermehrung durch Aussaat Lamellen-Rippen bieten große Fläche für Assimilation, ein Teil der ? Epidermis ist dadurch ständig beschattet ältere Namen, die sich als Synonyme erwiesen, und die in den Beschreibungen nicht erscheinen: acanthion Sd. 1850 adversispinus Whitm. 1934 bravoae Muhlenpf. 1848 brachycentrus Sd. 1850 debilispinus Berg. 1840 ensiferus Lem. 1838 flexispinus Sd. 1849 griseispinus Jac. 1856 heyderi Muhlenpf. 1846 hookeri Muhlenpf. 1845 ochroleucus Jac. 1856 raphidacanthus Sd. 1850 suphreus (Dietr. 1845) Yto 1952 tetracentrus Lem. undulatus Dietr. 1844 wegneri Sd. + Echinocactus sensu Lawrence (1841) lt. Lectotypifikation (Hunt), ausführliche Erläuterungen in Anderson/Eggli Seite 595

Quelle

Kakteen von A bis Z, 1. Auflage 1981: S.161